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Lampenfieber, Stress und Angst

Jeder hat vor irgendetwas Angst. Und oft ist das auch kein Problem. Denn Angst ist grundsätzlich ja eine sinnvolle biologische Reaktion. Sie sichert unser Überleben, indem Sie uns auf Gefahren aufmerksam macht.   wingwave München Trudering wingwave München Ost
Doch was ist, wenn die Angst unser Leben, unsere Entwicklung blockiert?
Wenn wir uns nicht mehr trauen, das zu tun, was wir eigentlich gern tun würden? Oder wenn wir auf eine Art und Weise reagieren, die wir eigentlich gar nicht wollen? Was ist, wenn unser Verstand es nicht mehr schafft, die Angst zu bändigen? Wenn wir unseren Gefühlen hilflos ausgeliefert sind? Wenn die Angst uns am Vorwärtskommen. hindert? Wenn sie uns hindert, unser Potenzial, unsere Möglichkeiten voll auszuschöpfen

Die oben aufgelisteten Ängste sind sehr häufig – und dennoch nicht hilfreich. Wir wissen, dass gar keine ‚echte‘ Gefahr besteht. Und trotzdem reagiert etwas in uns mit dieser Aufgeregtheit. Wir bekommen Angst und Panik.
Wir bekommen Stress und wollen nur eins: Die Angst und die mit ihr verbundenen unangenehmen körperlichen Symptome, wie das Herzrasen, Zittern und Schwitzen, sollen endlich verschwinden. Was zu einer zusätzlichen Ausschüttung von Stresshormonen führt, die die Angstsymptome noch mehr füttern.
Wir stecken in diesem Teufelskreis fest, der schließlich in die Angst vor der Angst führen kann…

Vielleicht ist es ja an der Zeit, ein wingwave® Intensiv-Coaching für sich zu nutzen?!

Was man über Ängste wissen sollte...

Angst soll uns im Normalfall vor tatsächlichen Gefahren warnen und uns für Kampf oder Flucht bereit machen. Deshalb haben wir bei Angst auch den Impuls, aus der Situation flüchten oder sie vermeiden zu wollen. Doch von Ängsten befreien können wir uns nur, wenn wir uns der Angst stellen.
Das bedeutet, dass es als ersten Schritt hilfreich ist, die Angst zu akzeptieren und ihr ‚ins Auge‘ zu blicken. Und sich vielleicht selbst zu sagen:  „Ja, im Moment ist da diese Angst. Und die kann sich verändern.“ Statt die Angst unterdrücken oder vermeiden zu wollen.  Denn das funktioniert sowieso nicht wirklich….
Auch Ängste sind in aller Regel nur erlernt. Und jeder weiß ja: Alles Erlernte kann auch wieder verlernt werden. So wie eine Vokabel, die man irgendwann mal falsch gelernt hat. Auch das lässt sich korrigieren… 

Körperliche Symptome bei Angst und Stress

Angst und Stress machen sich immer körperlich bemerkbar.
Man verspürt eine Menge unangenehmer Beschwerden, wie Schwitzen, flacher Atem, Atemnot, Herzrasen, weiche Knie, flaues Gefühl, Übelkeit
Auslöser dieser körperlichen Phänomene sind die sog. „Stresshormone“, wie Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol.
Diese „Stresshormone“ sind für unser Überleben in Stress-Situationen unersetzlich, denn ohne sie könnten wir nicht die geringste Gefahrensituation bewältigen. Doch die eigentliche Funktion der „Stresshormone“ ist das Freisetzen der Energiereserven des Körpers als Vorbereitung auf eine bevorstehende Flucht oder einen Kampf…

Die Macht der Gedanken

Angst vor einer bestimmten Situation ist, wie wir wissen, kein Beweis dafür, dass wirklich Gefahr droht. Aber immer ein Hinweis darauf, dass man sich (auch) ängstliche Gedanken und Phantasien macht.
Wichtig: „Alte“ Gedanken (ich kann das nicht; das geht bestimmt wieder schief) sind oft hartnäckig. Und diese negativen und schwächenden Gedanken können einem ganz schön Angst machen…
Tipp: Achten Sie auf Ihre Gedanken und lernen Sie, diese zu kontrollieren. Entscheiden Sie wieder bewusst, was Sie denken (wollen). Gehirnscans zeigen, dass wir mit unseren Gedanken die Chemie und den Aufbau unseres Gehirns verändern. Wenn wir bestimmte Erlebnisse und Phänomene positiv bewerten, trainieren und stärken wir automatisch die positiven und Mut machenden Nervenverbindungen im Gehirn.
Und die gute Nachricht: Wir können immer nur einen einzigen Gedanken denken. Und so unser Gehirn leicht austricksen…

Lampenfieber

Unser Körper unterscheidet wenig zwischen negativem Stress („Distress“, wie Angst, Stress, Schmerzen) und positivem Stress („Eustress“, wie große (Vor-)Freude, Verliebtheit). Die Reaktionskette im Körper ist dieselbe. Es werden immer auch dieselben „Stresshormone“ ausgeschüttet – mit den entsprechenden körperlichen Symptomen.
Darum lässt sich ein gewisses Lampenfieber, das Bauchkribbeln, die feuchten Hände, eine innere Unruhe vor einer „aufregenden“ oder wichtigen Situation zumindest anfangs oft nicht verhindern! Und manchmal nicht einmal nach jahrzehntelanger Berufserfahrung. Weil wir in bestimmten Situationen eine erhöhte Betriebstemperatur brauchen.
Die verantwortlichen „Stresshormone“ haben nämlich auch positive Seiten. So sorgen sie dafür, dass unser Herz stärker klopft und der Atem schneller fließt, damit unser Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Und wir hellwach, klar und konzentriert sind

Sich mit Lampenfieber arrangieren

Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Herz intensiver pocht und Sie schneller atmen, damit Sie besser denken können. Denn hierdurch wird Ihr Gehirn mit mehr Blut und Sauerstoff versorgt.
Und stehen Sie dazu, dass Sie aufgeregt sind. Sprechen Sie Ihre Nervosität an. Das nimmt Ihnen viel, viel Stress. Sie müssen nicht mehr aufpassen, dass keiner Ihre Aufregung bemerkt.
Übrigens: Studien mit Musikern haben sogar gezeigt, dass diejenigen, die vor dem Konzert aufgeregt sind, tatsächlich besser spielen…

Lampenfieber verwandeln

Forscher der Stanford Universität (USA) fanden heraus: Wenn wir die körperlichen Phänomene nicht als Warnzeichen wahrnehmen, sondern ihnen positiv begegnen, schenken sie uns sogar Kraft.
Wer sich etwa vor einem Vortrag denkt: „Mein schneller Herzschlag macht mich wacher und konzentrierter“ oder „Mein Herz schlägt schneller, damit mein Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Und das sorgt dafür, dass ich hellwach, fokussiert und klar bin“ schöpft Energie aus dem „Stress“.
Vielleicht wissen auch Sie noch, wie sehr Sie sich als kleines Kind auf Weihnachten gefreut haben? Ich konnte vor lauter Aufregung nicht richtig schlafen konnte, mein Herz hat den ganzen Tag wie verrückt geklopft und mein Bauch so gekribbelt, dass ich nichts essen wollte… – pure Vorfreude. Und der Pianist Charles Rosen hat für sein Bauchkribbeln, die schweißnassen Hände und den trockenen Mund vor Konzerten ein anderes schönes Wort gefunden: Verliebtheit. Weil auch hier die Symptome dieselben sind.
Also – wie wollen Sie zukünftig Ihre Angst nennen? Vielleicht sagen Sie sich künftig: „Ich bin positiv aktiviert!„…

Angst und Stress beeinflussen

Sie sehen, Sie können Ihre Angst und Ihre Körperreaktionen beeinflussen! Indem Sie als erstes die Angst akzeptieren, die Situation wieder realistisch einordnen und neu bewerten – und sich an Ihre Kompetenzen erinnern. Ganz wichtig: Helfen Sie Ihrem Gehirn, neue „positive“ Nervenbahnen zu bauen. 

Weitere Tipps & Tricks erfahren Sie in einem wingwave®-Coaching in meiner Praxis in München Waldtrudering. 

Rückschläge und Rückfälle

Ein neues Verhalten zu lernen ist so ähnlich, wie ein neues Instrument zu lernen. Es gibt Zeiten, da denkt man, jetzt klappt’s, jetzt hab ich’s begriffen. Und dann plötzlich fühlt man sich wieder wie ein Anfänger. Damit uns ein neues Verhalten in Fleisch und Blut übergeht, braucht es Zeit, Übung und Geduld.
Akzeptieren Sie also bitte auch die Rückschläge und Rückfälle als ganz normale Stolpersteine auf dem Weg zum Ziel.
Unser Gehirn ist nämlich ein Gewohnheitstier. Wenn dort einmal ein Muster stabil angelegt ist (im Denken, Fühlen oder Verhalten), wird das Gehirn jeden neuen Reiz bevorzugt in diesen alten Bahnen verarbeiten.
Es sei denn, Sie arbeiten ganz bewusst daran, neue „Bahnen“ anzulegen. Was anfänglich oft mühsam und schwierig erscheint. Doch je häufiger der neue Pfad benutzt wird, umso mehr wird er sich zu einem breiten Weg entwickeln – und irgendwann zur Datenautobahn, über die das Gehirn ganz automatisch eingehende Reize und Informationen verarbeitet.
Es ist lebenslang möglich, neue „positive“ Pfade im Gehirn anzulegen. Doch gleichzeitig bleiben die alten Pfade noch eine Zeitlang erhalten. Darum kommt es anfangs häufiger zu Rückfällen in die alten Gleise. Das ist keine Tragödie. Gerade dann gilt es, an dem festzuhalten, was man mit so viel Elan und Energie begonnen hat. Betrachten Sie das Ganze mit Humor – und bleiben Sie zuversichtlich…
Entscheiden Sie sich vor der nächsten Situation bewusst, den neuen Pfad einzuschlagen, statt sich durch die Macht der Gewohnheit auf alte Pfade locken zu lassen.