TIPPS & TRICKS GEGEN WUT, ÄRGER & GROLL:

Tipps & Tricks gegen Wut, Ärger und Groll

Wut, Ärger & Groll können uns schaden...

Natürlich ist es normal, dass wir uns hin und wieder ärgern. Manchmal auch nur über Kleinigkeiten… Und es ist auch wirklich wichtig, Ärger und Wut spüren und in einem ‚gesunden‘ Maß ausleben zu können. 

Allerdings können Ärger, Wut und Groll uns und unserer Gesundheit auch schaden. Nämlich dann, wenn wir sie dauerhaft unterdrücken. Und auch dann, wenn wir uns ständig ärgern oder wenn wir unsere Wut auf jemanden nicht mehr loswerden, wenn wir nicht verzeihen können und sich die Wut wie ein bösartiges Geschwür in uns reinfrisst. 

An Ärger festhalten ist wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht,
es nach jemandem zu werfen –
derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst        
                                                                 Buddha

Was also tun? Es ist wichtig, den Ärger, die Wut in die richtige Bahn zu lenken. Was nicht ganz einfach ist und auch nicht von heute auf morgen geht. Doch mit den folgenden ‚Tipps & Tricks‘ ist ein guter Anfang möglich. Nutzen Sie verschiedene Tipps. Und prüfen Sie, welche Ihnen am besten helfen. Diese tun Sie dann in Ihren persönlichen „Notfallkoffer“, damit Sie zukünftig vorbereitet sind…

Wichtig: Seien Sie geduldig und gehen Sie freundlich und unterstützend mit sich selbst um! 

Erste Hilfe bei Ärger & Wut: WENN'S SCHNELL GEHEN MUSS

  • Schweigen: Solange Sie vor Wut brodeln, sollten Sie schweigen.
  • Trinken: Trinken Sie ein Glas Wasser. Und stellen Sie sich bei jedem Schluck vor, wie Sie Ihren Ärgern wegspülen und sich dadurch Ihre Nerven wieder beruhigen.
  • Zuhören: Häufig sind Missverständnisse Auslöser für Streit. Bevor Sie sich also in Rage denken, hören Sie doch erst einmal genau hin. was der andere zu sagen hat. Vielleicht ist es ganz anders gemeint als es bei Ihnen ankommt.
  • Konsequenzen/Folgen bedenken: Bevor Sie vor Wut ausrasten, werfen Sie innerlich einen Blick in die Zukunft. Und überlegen Sie, ob Sie die Folgen wirklich erleben wollen. Dadurch lässt sich erkennen, welche Reaktion die beste ist.
  • Die Situation verlassen: Sobald Sie spüren, dass Sie die aufsteigende Wut nicht mehr kontrollieren können, verlassen Sie den Raum, den Ort… ‚
    Und gehen oder rennen Sie eine Runde um den Block und atmen Sie tief durch. Denn Bewegung baut unmittelbar Stresshormone ab und schafft Distanz zu den Problemen des Alltags.
  • Die Wut-Energie verwandeln: Wut schenkt uns Energie. Und diese Energie lässt sich positiv nutzen. Zum Beispiel, indem man sich bei schweißtreibendem Sport auspowert oder ein komplexes Thema bearbeitet.
  • Den Ärger wegatmen: Ganz bewusst etwas tiefer einatmen als normal. Um dann durch den Mund auszuatmen mit der Vorstellung, man hätte einen Strohhalm im Mund und würde ganz sanft und langsam durch diesen Strohhalm ausatmen (wichtig: ohne jeglichen Druck).Diese kleine Atemübung lässt sich wunderbar ergänzen: Beim Einatmen stellt man sich einen großen Berg vor, vielleicht kann man ihn sogar vor seinem inneren Auge sehen. Und beim Ausatmen sagt man innerlich zu sich selbst „UNERSCHÜTTERLICH WIE EIN BERG“. 
    Das Ganze wiederholen Sie mehrmals hintereinander. Solange bis Sie innere Ruhe, Gelassenheit, Entspannung, … spüren können.

Verzeihen und vergeben

  • Vergangenheit abhaken: Treffen Sie die Entscheidung, Vergangenes abzuhaken, Denn
    ‚Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis, und jeder Augenblick ein Geschenk‘ … Ina Deter
  • Verstehen: Unsere Wahrnehmung ist alles andere als objektiv, sondern meist recht einseitig. Einen Menschen zu erkennen, der Motive hat und Macken, sich in seine Lage versetzen, entwickelt eine viel klarere Sicht der Dinge, baut eigenen Stress ab und gewinnt Verständnis. „Wir vergeben fast immer, wenn wir verstehen.“
  • Fokus auf das Gute: Machen Sie sich die guten Seiten den anderen bewusst. 
  • Verzeihen und vergeben: Situation akzeptieren, wie sie ist und sich versöhnen – unabhängig davon, wie sehr man verletzt wurde. Die Vergangenheit kann man eh nicht mehr ändern. Aber die Zukunft – und damit hat jeder die Chance, wieder über sein Leben zu bestimmen. „Wenn wir unsere Feinde hassen, geben wir ihnen große Macht über unseren Schlaf, Appetit, unsere Gesundheit, unsere Geistesruhe“

Psychologische Tricks

  • Abreagieren: Gehen Sie an einen abgeschiedenen Platz (vielleicht in die Natur) und schreien Sie Ihre Wut raus – so, dass es keiner mitbekommt.
  • Perspektive wechselnWechseln Sie die Perspektive. Bemühen Sie sich, die Meinung und die Reaktion des anderen zu verstehen. Prüfen Sie, ob man eventuell überreagiert hat? 
    Gedanken haben eine enorme Macht. Wir reflektieren ständig, analysieren oder kritisieren. Solche Gedanken sind selten wahr. Dieser innere Dialog prägt aber unser Handeln und unsere Gefühle – und lässt uns vor Wut schnauben, wenn wir es zulassen, uns in Rage zu denken.
  • Entspannungs-Methode nutzen: Nutzen Sie eine Entspannungsmethode (z.B. Yoga, autogenes Training, Selbsthypnose). Studien haben gezeigt, dass man schon nach einer Woche deutlich entspannter ist und weniger Stresshormone produziert werden.
  • Selbstwertschätzung: Loben Sie sich für jeden kleinen Schritt in die gewünschte Richtung.
  • Üben. Üben. Üben: Wut- & Ärger- Kontrolle braucht Zeit und muss trainiert werden…

TIPP: Wut loswerden braucht Zeit und Geduld
Wut loswerden und verzeihen braucht Zeit und Geduld. Setzen Sie sich daher nicht unter Druck. Und geben Sie nicht auf, wenn der alte Zorn anfangs immer wieder zurückkommt. Erinnern Sie sich dann an das gute Gefühl und die innere Ruhe, die man spürt, wenn man mit sich selbst im Reinen ist. 

Viel Spaß beim Ausprobieren und viel Erfolg wünscht Ihnen
Ihre Manuela Böhme

Aus rechtlichen Gründen muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Informationen und Angebote keinerlei Heilversprechen beinhalten. Des Weiteren kann hieraus weder eine Linderung noch eine Besserung von Beschwerden abgeleitet, garantiert oder versprochen werden.